Konzept Langzeithilfe / Eingliederung

Einleitung
In jedem noch so sucht- und psychisch kranken Menschen steckt ein gesunder Teil. Diesen gilt es zu entdecken und zu fördern. Viele Klienten haben beim Eintritt in unsere Institution eine lange Odyssee hinter sich. Sie haben jahrelang versucht, mit Hilfe von Angehörigen, Ärzten, Betreuenden und Therapeuten zu heilen oder doch zumindest sich «unter Kontrolle» zu bringen. Irgendwann auf diesem schmerzhaften und schwierigen Weg ist der Entschluss gereift – oft im Gespräch mit Ärzten, Sozialarbeitern oder Vormund – es auf dem Dietisberg zu versuchen.

Der Dietisberg versteht sich als eine tragende Lebensgemeinschaft, die den Menschen Sicherheit und ein soziales Netz bietet. Die überblickbaren Rahmenbedingungen geben den Klienten Halt und Schutz und die Möglichkeit ihre noch intakten Seiten zu leben. Wir bemühen uns vor allem, die kranken Seiten der Klienten so weit wie möglich zu akzeptieren und konzentrieren uns darauf, ihre gesunden Seiten zu stärken. Das Schwergewicht legen wir nicht auf das Heilen der behinderten Seiten der seit langen Jahren «beziehungsquerschnitt-gelähmten» Klienten, welche praktisch alle eine volle IV-Rente beziehen und von denen viele als sozial verwöhnt bezeichnet werden müssen. Die Klienten zu heilen haben die ver-schiedensten Fachleute bereits versucht. Wir bieten eine alternative Betreuung an, die darin besteht, durch sinnvolle Arbeit einen geregelten Tagesablauf und ein familiäres Zusammen-leben das Selbstwertgefühl des Einzelnen zu stärken.

Konzept Langzeithilfe / Eingliederung (Auszug aus dem Qualitätsmanagement)